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Thermik. Die aufsteigende flimmernde Luft liess Gestalten auftauchen und wieder verschwinden. Wellige Formen die, Flammengleich, immer wieder ihre Form änderten und manchmal in den Himmel aufstiegen. Körperlose Wesen aus Wärme und Luft die, aller Kräfte entbunden, einen Tanz zu Ehren des Mittagsgestirns vollführten. Alle Wesen in denen Blut fließt hatten sich in die dunklen Plätze der Kühle zurückgezogen. Es war die Zeit der Träume, eine Zeit in der jede Realität zu Qual werden kann. Eine Zeit in der man sich eingestehen muß, dass es Gewalten gibt, die einen zwingen gegen den eigenen Willen zu handeln. Ich fing, obwohl beschattet, an zu schwitzen und wischte mir mit einem Tuch die Stirn. "Nicht wehren", sagte ich mir, "gib dich rein in die Hitze, werde eins mit deinem Umfeld". Doch der Schweiss lief weiter und mein Hemd fing an sich am Rücken festzusaugen. Nicht gerade eines meiner liebsten Gefühle. Wie ich da so mit mir selbst und der Hitze klar zu kommen versuchte, stand der alte Mann unvermittelt auf, streckte sich und machte mit einem Handtuch, dass ich vorher nicht bemerkt hatte, Bewegungen, als trockne er sich ab. Er schwitzte jedoch kein bisschen, so dass ich fragte, was er denn mache. ”Ich war baden”, sagte er.
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